Warum gibt es in Deutschland keinen Marsch für die Rechte von Kindern, obwohl weit mehr als zwei Millionen von ihnen in Armut aufwachsen? Ganz einfach, weil sie in den großen, tonangebenden Medien keine Lobby haben.

In den Schreibstuben sowohl der öffentlich-rechtlichen Medien als auch der privaten Hofberichterstattung versteht man sich als Wortführer im Kampf für mehr Schwulen-, Lesben-, Bisexuellen-, Transgender- und Was-es-noch-so-alles-gibt-Rechte – normale Familien und eindeutige Geschlechtszuordnungen gelten als antiquiert und irgendwie ewiggestrig.

So darf es nicht verwundern, dass die alljährlichen Christopher-Street-Day-Paraden, die mittlerweile in fast jeder größeren Stadt durchgeführt werden, zu einem Stelldichein des politischen und gesellschaftlichen Establishments geworden sind. Alles, was Rang und Namen hat, muss sich irgendwie zu diesem Themenkomplex erklären oder läuft am besten noch grenzdebil in einer Homo-Parade mit. In vielen Städten gehört es mittlerweile zum guten Ton, zum CSD die Regenbogenfahne zu hissen – das ist diesmal nicht nötig, schließlich hängt sie seit der Einführung der Homo-Ehe vor wenigen Wochen ohnehin überall.

Am 22. Juli wird der große CSD in Berlin stattfinden. Alles also wie immer? Fast.

Dieses Mal hat sich nun auch die Evangelische Kirche Berlin-Brandenburg-schlesische Oberlausitz (EKBO) als Teilnehmerin angekündigt – mit einem eigenen Truck! Ursprünglich war seitens der Kirche sogar geplant, mit einem Luther-Zitat versehene Kondome und Gleitgel zu verteilen, was man nun aber verworfen hat, nicht aber, weil man die Geschmacklosigkeit erkannt hat, sondern weil man sich thematisch auf die „Ehe für alle“ konzentrieren wolle.

Man darf nun gespannt sein, in welchem Rahmen die Vertreter der heutigen Kirche Martin Luther und das laufende 500-jährige Luther-Jubiläum für Homo-Propaganda missbrauchen werden. Der ursprüngliche Plan lässt tief blicken. So sollte auf den Verpackungen der Slogan „Für Huren* und Heilige*. Trau Dich!“ stehen, in Anspielung an Luthers Rechtfertigungslehre. Die Sternchen sollen die „sexuellen Zwischenstufen“ markieren, die sich mittlerweile scheinbar einige Leute in Deutschland einbilden. Weitere geplante Sprüche: „#Trauungfueralle in unseren Kirchen“, „Mehr von uns – jede Stimme gegen Rechts“ und „Evangelische Kirche seit 500 Jahren in Bewegung“.

Die Kirchen in Deutschland scheinen sich immer mehr auf Abwegen zu befinden. Statt sich auf ihren Auftrag zu konzentrieren, nämlich in einer komplizierter erscheinenden Welt den Menschen festen Halt in konservativen Werten (wie der normalen Ehe und der Familie) zu geben, verdingen sie sich mehr und mehr als Claqueure des linken Zeitgeists.

Martin Luther würde sich im Grabe herum drehen, könnte er mit ansehen, was aus seiner Kirche gemacht wurde. Es ist Zeit für eine neue Reformation!
Statt Propaganda für gesellschaftliche Minderheiten zu betreiben, sollten die Kirchen das Luther-Jahr nutzen, um heutige Probleme wie den Verfall vieler Familien und die zunehmende Islamisierung Deutschlands anzuprangern. Vielleicht könnten sie mit etwas weniger Anbiederung an den linken Zeitgeist auch verhindern, dass ihnen weiter die Mitglieder in Scharen davonlaufen.

Ronny Zasowk