×

Hinweis

Fehlende Zugriffsrechte - Datei '/images/Hebammen.jpg'

HebammenLaut dem aktuellem Urteil des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte sind Hausgeburten kein Menschenrecht.
Geklagt haben zwei Frauen aus Tschechien auf das Recht, ihre Kinder zu Hause mit einer Hebamme zu gebären. Beide fanden keine Hebamme die Hausgeburten anbietet und sahen sich deshalb vom Gesundheitssystem entmündigt.
In Europa gibt es keine geregelte Rechtslage: In Tschechien sind Hausgeburten zwar nicht verboten, werden durch Gesetze und Bürokratie allerdings erschwert. Die tschechische Ärzteschaft lehnt Hausgeburten als zu risikoreich ab.
Ähnlich sieht es auch in Deutschland aus. Die Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe sieht die größtmögliche Sicherheit für Mutter und Kind nur in einer Geburtsklinik für gegeben an. Der Verlautbarung nach könne nur dort auf unvorhersehbare Notsituationen sofort reagiert werden.


Aus diesem Grund sind wegen möglicher Gefahren und Risiken einer Hausgeburt die Haftpflichtprämien der Versicherer so hoch angestiegen, da? immer weniger Hebammen überhaupt eine Hausgeburt durchführen. Von den etwa 20 000 Hebammen, die es in Deutschland gibt, bieten jetzt nur noch 500 überhaupt Hausgeburten an.
Der RNF hatte bereits 2014 klar Stellung bezogen und den Gesundheitsminister aufgefordert, die Kosten der Versicherungen für Hebammen nicht ansteigen zu lassen, sondern sie zu entlasten.
Die Frauen der NPD sehen die freie Auswahl für einen Ort der Entbindung für ein Menschenrecht an.
Auch die Verfasserin dieses Textes hat sich nach zwei klinischen Entbindungen für Hausgeburten entschieden, die sie selbst für schöner und angenehmer empfand.
Früher war es üblich, daß Kinder zu Hause das Licht der Welt erblickten. Wenn es keine medizinischen Gründe gibt, die von vornherein eine Hausgeburt ausschließen, sollten werdende Mütter das Recht haben ihre Entbindung frei zu wählen.
Die Betreuung am Anfang eines Lebens ist genauso würdevoll zu gestalten, wie wir es uns auch am Ende unserer Lebzeit wünschen. Die Gestaltung am Lebensanfang und Lebensende dürfen kein Luxusgut sein.
Die Pflege und Versorgung im Alter und die Wahlfreiheit bei der Geburt hat nichts mit dem eingehen von persönlichem Risiko zu tun, sondern mit dem Recht auf Selbstbestimmung.

Die Entscheidung, daß freiberufliche Hebammen extrem hohe Versicherungskosten haben, ist ein Skandal. Sie verdienen wenig und können sich somit eine Haftpflichtversicherung nicht mehr leisten und stellen ihre Arbeit auf vielen Gebieten ein. Somit nimmt der Staat auf die Art den werdenden Müttern das Recht selbst zu entscheiden, wo ihr Kind auf die Welt kommen soll.

Der Staat muss verpflichtet sein, die Würde des Menschen zu achten – bei der Geburt und beim Altwerden. Dafür steht der Ring Nationaler Frauen ein: Hausgeburt ist ein Menschenrecht!

Ricarda Riefling
Bundesvorsitzende des Rings Nationaler Frauen