Was ist Deutschland im postnationalen Zeitalter? Auf diese Frage werden Sie viele Antworten erhalten. Für die einen ist er ein Rechtsstaat, für die anderen ein Sozialstaat und für ganz andere ein Bundesstaat mit demokratischen Prinzipien. Im geschaffenen Konstrukt des demokratischen Prinzips finden sie sich in einer verfassungsrechtlichen Ordnung wieder, die durch die Endsilbe „Staat“ gekennzeichnet wird. Der Staat ist aber eine politische Ordnung, die unterschiedlich definiert werden kann. So prägten bereits die alten Ägypter den Nationalstaat und schufen für die nächsten hundert Generationen das Ideal für die staatliche Ordnung. Der Staat war bis ins 20. Jahrhundert eine geistige und moralische Tatsache; denn er war die konkrete, juristische und wirtschaftliche Organisation der Nation, der Garant für die innere und äußere Sicherheit sowie Bewahrer und Überlieferer des Volkgeistes. Dieser Garant wurde schrittweise aufgelöst. Der allgemeine Werterelativismus und ein gesellschaftszersetzender Individualismus kennzeichnen unser marktkonformes, materialistisches und liberal-demokratisches Denken. Nicht weniger wurde im Art. 23 Grundgesetz (GG) die Staatszielbestimmung neu formuliert: demnach ist die Mitwirkung Deutschlands in einem vereinten Europa Usus. Folglich bekennen sich der Deutsche Bundestag und die Bundesregierung „ausdrücklich zum Vertrag von Lissabon und zum Schengener Übereinkommen, das einen wichtigen Pfeiler im europäischen Integrationsprozess darstellt. Unbenommen hiervon steht ein Austritt der Bundesrepublik Deutschland aus der Europäischen Union nicht zur Debatte“.


Die Nation ist allerdings die gewollte Form des völkischen Daseins und seine Grenzen unterliegen seiner geschichtlichen Entwicklung. Die Quelle seiner Existenz bildet demnach nicht das Recht, sondern das Leben selbst und dieses schafft die Voraussetzung für den Gesetzgeber sowie die Verhältnisse in Gesellschaft, Wirtschaft und Politik. Recht ist das Ergebnis von Pflichten und das Leben selbst gebiert uns die Freiheit. Aus dieser Freiheit folgen die Ideen der Familie und des Staates, zwei Kreise des Zusammenhangs von Rechten und Pflichten, die nur zusammen, als lebendiges Ganzes denkbar sind.
Aber was ist und heißt Deutsch?
Die abschließende Antwort liegt in der dunklen Nacht der Urzeiten aller Völker. Die Grundlage und das Wesen bildet das kritische Verhältnis zwischen dem Gedankengut eines Nationalstaates gegenüber den idealen Vorstellungen eines liberal-demokratischen „bunten und vielfältigen Nationalitätengebildes“. Gewiss, wir leben in einer Zeit in der die Deutschen zwiespältig in den Tag dahinleben und vor dem Geschrei der Wirtschaft, den Parolen irgendeiner Partei das Gemeinsame nicht mehr achten. Wenn wir aber davon ausgehen, dass ein Bewusstsein sowie das Verständnis über die Herkunft des Wortes „deutsch“ notwendig ist, um überhaupt zu begreifen „was deutsch ist“ - setzen wir uns zahlreicher liberal-demokratischer Anfeindungen aus. Schließlich ist „unser Freund ein Ausländer“, so postuliert es die demokratische Linke. Ausländer sind mittlerweile im Straf-, Privat-, und Steuerrecht den Deutschen gleichgestellt und die Staatsangehörigkeit ist spätestens seit der Flüchtlingskrise 2015 Makulatur. Doch es gibt auch befürwortende Stimmen und gerade sie zielen auf das, was urkundlich belegt ist: Bischof Wulfila, seines Zeichen Gote und erster Bibelübersetzer in die eigene Sprache, verdanken wir es, dass im Jahre 813 n. Chr. das Wort „Deutsch“ erstmals gebraucht wurde. Deutsche, das hieß auf althochdeutsch, auf gotisch: „Thiuda“ und bezweckte nicht mehr, als sich von den Römern kulturell und sprachlich abzusetzen. Folgerichtig kommt das Wort: „Thiuda“ von „Diota“, das heißt: Volk. „Deutsch“ bedeutet demnach – gedenk des eigenen Namens – Volk, eigenes Volk! Entsprechend ist es für ein Volk und zu allen Zeiten ein Unglück, wenn es mit einem anderen, größeren und stärkeren staatlich verbunden wird. Die freie Entfaltung seiner angeborenen Art wird dadurch erschwert, in der Regel behindert und auf Dauer gänzlich erstickt. Niemals ist es aber wichtiger, dass das Volk sich so entwickeln kann, wie es ursprünglich geschaffen ist, dass es sein Schicksal selbst bestimmt, mit einem Wort, frei sein kann.

In diesem Sinne betont der Kreisverband Westpfalz, daß die NPD eine traditionsbewusste und werteerneuernde Partei ist, die keine Protest-, Alternativ- oder Klientelpartei darstellt. Vielmehr positioniert sie sich bewusst gegen die moralische Gleichgültigkeit des liberal-demokratischen Zeitgeistes. Deshalb ruft der Kreisvorstand seine Mitglieder auf, die Partei in jeder Form zu unterstützen und sich bei den zuständigen Referaten einzubringen.

Herwig Kerscher

 

Quelle: NPD Westpfalz